Samstag, 15. September 2012

Schwimmen mit den Delphinen

Kaum in Bali angekommen hiess es auch schon wieder früh aufstehen: Treffpunkt war wieder einmal 06:00 Uhr.
Heute führte unser Weg zuerst zum Strand. Dort bestiegen wir ein wenig vertrauenswürdig wirkendes Boot (oder besser Kajak oder Floss). Dieses brachte uns raus auf das  Meer wo wir Delphine sichten sollten.
Dies war aber auf Grund der vielen anderen Boote, welchen das gleiche Ziel verfolgten wie wir, gar nicht so einfach.
Aus der Ferne konnten letztendlich doch einige der gesuchten Wasserbewohner ausmachen... Naja, wenigstes konnten wir einen wundervollen Sonnenaufgang geniessen und der Höhepunkt des Tages stand ja noch an...


Das Highlight des Tages gab es nach dem Frühstück: Baden mit den Delphinen.
Zusammen mit den Delphinen Rambo und Rocky gönnten wir uns 20 Minuten plantschen im Pool inlusive dive rser Kunststücke. Einmalig!


Nach dem unvergesslichen Erlebnis stand schon Ivan, unser Guide für diesen Tag, bereit um uns zusammen mit seinem Fahrer nach Ubut zu transportieren.
Unterwegs machten wir diverse Stopps und konnten so den zweithöchsten Vulkan von Bali (aus der Ferne), einen der vielen Hindutempel, Reisfelder sowie die legendäre Elefanten-Höhle besichtigen.
Zudem legten wir noch einen Halt beim schlauen Bauern ein, bei welchem wir diverse Kaffe- und Tee-Sorten sowie heimischen Tabak degustieren konnten.







Auf nach Bali

Heute nun war schon unser letzter Tag auf der Insel Java. Denn heute Mittag setzten wir mit der Fähre über nach Bali.
Doch der Reihe nach: Um 09:00 Uhr trafen wir uns mit Yodi und unserem Fahrer (lustiger Kerl, an dessen Namen wir uns leider immer noch nicht erinnern können...) zu unserem letzten gemeinsamen Trip.
Erst stärkten wir uns in einem Warung (kleines Restaurant, meist durch Einheimische besucht) mit einer Kokosnuss.


Auf unserem weiteren Weg zum Meer gab es erneute Versuche von Yodis Seite unsere Unwissenheit im Gebiet der Botanik zu schmälern... Geblieben sind uns immer die einzelnen Schritte der Reis-Herstellung (Pflanzen, Ernten, Trocknen und Trennen der Reiskörner) sowie der Gummibaum.




Danach ging es also ab auf die Fähre. Diese fuhr uns in ca. einer Stunde an die Westküste von Bali.
Und nach einer weiteren Stunde Autofahrt erreichten wir schliesslich unser Hotel in Lovina wo wir sofort den hoteleigenen Zoo erkundeten.




Ijen

Nach der lockeren Eingewöhnungszeit wartete heute die erste harte Prüfung auf uns: Eine Wanderung auf den Vulkan Ijen (Einheimische nennen ihn erfürchtig "Itschen").
Das bedeutete drei brutale Kilometer Aufstieg zum über 2000 Meter hohen Gipfel. Vor allem unserem Guide Yodi machte dies sehr zu schaffen, kämpft er doch mit einer Asthma-Erkrankung.
Das dadurch etwas gedrosselte Tempo ermöglichte es uns die Arbeiter am Berg genauer zu beobachten: Diese besteigen den Berg zweimal täglich zu Fuss um vom Gipfel sechzig bis siebzig Kilogramm schwere Körbe mit stinkendem Schwefel auf ihren Schultern zu den Lastwagen runter zu schleppen. Ich beklage mich wohl so schnell nicht mehr über meinen Job...
Am Gipfel angekommen erwartete uns eine bombastische Sicht auf den Kratersee sowie den schwefligen Rauch welcher immer noch aus dem Bauch des Vulkans strömt.
Und natürlich genossen wir auch noch kurz die tolle Aussicht, welche wir als Lohn für unsere Mühen gerne entgegennahmen.




Wieder am Fusse des schnaubenden Ungeheuers Ijen angelangt (drei Kilometer Abstieg zu Fuss, den Rest mit dem Jeep) versuchte Yodi uns erneut etwas über Pflanzen beizubringen... Viel hängen blieb dabei erneut nicht... Ausser das der beste Kaffee der Welt sich erst durch den Magen der "Kaffe-Katze" (wie das Ding richtig heisst weiss ich leider auch nicht...) wandern muss.
Also viel Spass beim Pflanzen raten:








Danach wurden wir erst kulinarisch verwöhnt, bevor wir es uns im Hotel bei Sonne, Pool und Massage so richtig gut gehen liessen.

Donnerstag, 13. September 2012

Bromo

Und auch heute gab es wieder einen Sonnenaufgang zu bewundern. Tönt super, bedeutet aber zuerst wieder einmal früh aufstehen: Um 4:00 Uhr fuhren wir im Hotel los.
   
Mit einem geländegängigen Jeep holperten wir zum Gipfel des Pananjakan auf 2770 Metern über dem Meerespiegel. Mit allen warmen Kleidungsstücken eingepackt die unsere Koffer hergaben (es schlugen uns eisige 10 Grad entgegen) kämpften wir uns vor zu den besten Plätzen für das anstehende Spektakel.
Und die entstandenen Fotos waren auch jeden Ellbogeneinsatz wert: Die Aussicht auf die drei Vulkane Bromo, Batok und Semeru (der höchste Vulkan auf Java) ist wahrlich grandios!
   


Nachdem wir diesen Anblick bei einem wärmenden Kaffee auf dem Gipfel erst einmal verdaut hatten führte unser weiterer Weg zum, eben noch aus der Ferne gesehenen, Krater des Bromo Vulkans.
Hier gibt es einen schönen Krater zu bewundern und zusätzlich bietet der Hindu-Tempel gleich vor dem Vulkan eine herrliche Ansicht. So sagte man uns zumindest... Denn bei unserer Ankunft herrschte ein Lava-Gestein-Sand-Sturm...
Dieser verunmöglichte die Sicht auf nahe zu alles.
Aber wir wären ja nicht die unaufhaltsamen Abenteurer die wir nun mal sind hätten wir uns dieser Aufgabe nicht, ohne mit der Wimper zu zucken, gestellt.
Gestartet habe wir unseren Aufstieg auf Pferden. Diese taten uns schon bald leid und so absolvierten wir den restlichen Weg zu Fuss (inklusive der legendären tödlichen Treppen des Bromo, welche für viele Japanerinnen in ihren Crocs kaum zu bezwingen sind). Oben angekommen war die Aussicht immer noch die gleiche wie unten: Sand überall...


Nach einer kurzen Opfergabe an den Vulkan (Blumen kaufen, hineinwerfen, fertig) begann schon wieder der beschwerliche Abstieg. Der härteste Teil bestand dabei darin unseren Jeep in all dem Sand wieder zu finden...
Den Rest des Tages verbrachten wir unter Dusche (Lava-Gestein-Sand ist ganz schön hartnäckig und setzt sich fast überall fest - Sogar in den Augen...) oder im Auto auf den Weg zum Vulkan Ijen.
Dort angekommen wurden wir bereits von der untergehenden Sonne erwartet.

Mittwoch, 12. September 2012

Prampanan

Endlich ausschlafen... Der heutige Tag startete nämlich erst um 06:00 Uhr...
   
Den Höhepunkt gabs gleich zu Beginn: Prambanan. Die grösste hinduistische Tempelanlage Indonesiens ist eine Augenweide und trotzdem nicht überfüllt mit allzuvielen Touristen (was auch an der Uhrzeit gelegen haben könnte).

   
Den Rest des Tages verbrachten wir fast ausschliesslich im Auto (quasi eine Überführungsetappe).  
Stopps gabs nur für menschliche Bedürfnisse, Nahrungsaufnahme und glücklicherweise zur Nikotinaufnahme. Da unserer Fahrer auch zur Spezies der Raucher gehört stiess der Wunsch nach letzterem immer auf offene Ohren.
   

Um die Passagiere bei Laune zu halten wurden regelmässig kriminelle Überholmanöver durchgeführt (ca. im 30 Sekundentakt) und ein Stopp bei ein paar Affen eingelegt. 



Montag, 10. September 2012

Borobudur

Der heutige Tag begann schon um 04:00 Uhr. Tönte gestern Abend bei der Ankündigung duch Yodi (unser Guide) ganz schön hart... Heute Morgen hingegen war es nur noch die reinste Qual... Aber schliesslich wollten wie ja den Sonnenaufgang über dem Borobudur Tempel geniessen. Als ob der grösste buddhistischen Tempel der Welt nicht schon eindrücklich genug wäre durften wir ihn schon in der Dunkelheit betreten und die Sonne über ihm aufgehen sehen. Wow...! Zum Abschluss unterwies uns Yodi noch ausgiebig, an Hand der vielen Jahrhunderte alten Reliefs, über die Lehre des Buddhismus.


Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zuerst ins Stadtzentrum von Yogjakarta wo wir kurz einen chinesischen Tempel inspizierten (wir sind nun anerkannte Spezialisten in allen Weltreligionen). Anschliessend wurde uns der Markt gezeigt und unser Unwissen über Früchte, Gemüse und Gewürze schonungslos aufgedeckt...

Da wir uns nicht auch noch in Geschichte blamieren wollten strichen wir kurzerhand die geplanten Museumstouren und machten uns dafür auf zum Vulkan Merapi. In einem Museum zum Vulkan holten wir uns erst wichtiges Hintergrundwissen und erfuhren, dass der letzte verherende Ausbruch erst zwei Jahre zurückliegt und über 500 Todesopfer gefordert hat.
Nach einem letzten kurzen Kontrollblick auf den Saismographen brachte uns ein Jeep weiter rauf auf den Vulkan. Wir stiessen vor bis zur Stelle wo früher noch Häuser standen welche nun aber von einer dicken Schicht Lava-Gestein überdeckt sind.


Wieder zurück in Yogjakarta liessen wir uns in einem kleinen "Restaurant" direkt auf dem Gehsteig einen feinen Fisch zubereiten welcher absolut super schmeckte und unsere Mägen bis jetzt nicht weiter durcheinander gebracht hat.

Freitag, 7. September 2012

Indonesien

Immer nur arbeiten ist auch keine Lösung... und deshalb gönnen wir uns wieder einmal eine (wohl wie immer viel zu kurze) Auszeit.
Dieses mal führt uns unsere Reise nach Indonesien: Die Entdeckungstour startet in Yogjakarta, wo wir heute nach drei Flügen via Singapur und Jakarta, etwas muffig und verspannt angekommen sind.
Da auf zwei der Flüge glücklicherweise Plätzen mit grosszügigerer Beinfreiheit für uns bereitstanden konnten wir uns trotz den Strapazen am Nachmittag noch etwas in der Stadt umschauen.
Mit dem Taxi fuhren wir also zum Wasser-Schloss von Yogjakarta. Da dieses aber nur morgens geöffnet seinscheint, schien unser Vorhaben schon früh gescheitert zu sein... Doch halt: Es gibt da ja noch die "inoffizielle Tour" durchgeführt von eher weniger vertrauenswürdigen "Guides". Kurz entschlossen gebucht (also einfach einem winachgetrottet...) führte uns die Exkursion in einen Hinterhof, von dort durch eine kleine Spalte hindurch (mit Bauch einziehen knapp machbar) und zuletzt noch mit letzter Kraft hinauf auf er (Action total). Auf der Mauer angekommen genossen wir den Ausblick auf den sagenumwobenen Innenhof des Schlosses mit seinen Wasserbecken.

Für den Heimweg gönnten wir uns eine Fahrt mit der Rischka. Käuchend schlängelten die zwei Fahrer ihre Velokutschen durch die, mit zig tausend Mopeds verstopften, Strassen zurück zu unserem Hotel. Hierbei noch einmal ein grosses Sorry für meine Postur und grossen Respekt für Lucas Chauffeur, welcher die Sechzig wohl schon vor einiger Zeit überschritten hat! Und dann noch den Tipp des Tages: Niemals eine ganze Chilli in den Mund nehmen... Tut höllisch weh!