Samstag, 21. September 2013

Algonquin

Die Natur ruft...
Und natürlich folgten wir dem Ruf und so verbrachten wir die nächdten drei Tage und Nächte im Algonquin Provincial Park.

Natürlich war unser Primärziel hier das aufspüren, bewundern und fotografieren jeglicherer Arten von Wildtieren und Elchen und Bären im Speziellen.
Ermutigt wurden wir bei diesem Unterfangen bereits bei der Einfahrt zum ersten Zeltplatz durch ein Schild welches uns vor Bären in der Region warnte.

Aber weder bei unseren Wanderungen noch bei unseren Ausfahrten kurz nach Sonnenaufgang respektive in der Abenddämmerung begegneten wir einem grösseren Tier...
Wir standen kurz davor unsere Fleischvorräte in der Nacht draussen zu positionieren um zu prüfen ob es sich bei den angegebenen Bären nicht doch nur um eine PR-Aktion von Kanada-Tourismus handelt...

Wir sahen jedoch von diesem Vorhaben ab und die wunderbaren Naurbilder im Park trösteten zumindest ein wenig über die erfahrene Enttäuschung hinweg.

Ottawa

Als nächstes stand der Besuch der kanadischen Hauptstadt an.
Und da in der Innenstadt von Ottawa Camper nicht erlaubt sind (zumindest sagt dies einer unserer Reiseführer) parkten wir etwas ausserhalb auf einem der grossen Parkplätze vor einem Einkaufszentrum.
Ins Zentrum der Stadt gelangten wir mittels öffentlichem Verkehr (endlich wieder vertrautes Terrain für mich...).
Das wunderhübsche Städtchen wurde zwar wiederum im Eilzugstempo erkundet, da viele der Sehenswürdigkeiten aber sehr eng beieinander erbaut sind, reichte die knappe Zeit trotzdem prima aus.
Wir starteten auf dem Parliament Hill, wo wir die prachtvollen Regierungsgebäude bewunderten. Anschliessend schlenderten wir an den Schleusen des Rideau Kanals vorbei und gelangten zu einer schönen Kirche (war wegen einer Hochzeit vorübergehend geschlossen) und einer überdimendionalen Spinne (deren Künstler konnten wir noch nicht evaluieren...).
Nach der hübschen Tour gings per Bus zurück zum Parkplatz und von da aus mit dem Motorhome weiter in Richtung Natur.

Freitag, 20. September 2013

Wir gehen campen...

Zurück in Montreal angekommen stand nun also die Übernahne der Camper an.
Dies war, gekoppelt mit der Rückgabe der Mietwagen, ganz und gar keine kleine Sache. Das zeigt sich schon daran, dass wir für das ganze Unterfangen einen ganzen Tag benötigten.
Dieser setze sich grob aus den folgenden Teilen zusammen:
1. Anreise
Zum Start der einfachste Teil. Dieser beinhaltet das Packen der Koffern wie jeden Morgen und die Anfahrt zu der Ausgabestelle der Camper (hat mit Hilfe des Navis gut geklappt).
Zu beachten dabei ist die ausgemachte Übergabezeit der Fahrzeuge.
2. Übernahme der Fahrzeuge
Das heisst als erstes das Ausfüllen der Verträge (bitte Initialen hier, hier, hier und hier und die Unterschrift hier und dort...) und das Verdauen diverser Sonderbertäge und Taxen.
Danach das Studium eins 30 minütiges Ausbildungsvideos der Fahrzeuge. Und zuletzt das Prüfen der Vehikel auf Schäden, Komplettheit und Funktionalität (man bereut Unaufmeksamkeiten beim Videostudium sehr schnell...).
3. Essen fassen
Vier Erwachsene und vier Fahrzeuge:  Also mussten alle ran. Und die Männer erhielten den Vortritt in den doch etwas ungewohnt grossen Capern (3 Meter hoch, 3.80 Meter breit und 9 respektive 11 Meter lang). Ich musste zwar nur den "Kürzeren" der beiden fahren doch als Mobilityfahrer mit sehr seltenen Einsatzminuten ist dies schon eine gewisse Herausforderung...
Also setze sich unsere Wagenkolonne in Bewegung  und stoppte nach kurzer Fahrt vor dem nächsten Einkaufzentrum um Nahrung und diverse sonstige Utensilien für die nächsten Tage zu organsisieren (geht ganz schön ins Geld und braucht viel Zeit...).
4. Fahrt zur Mietautorückgabe
Und die Karavane zog weiter in Richtung der Rückgsbestelle der Mietautos (ca. 15 Minuten Fahrt).
Doch nach der zweiten Autobahnausfahrt war der Konvoi schon zweigeteilt... Die Männer verloren in ihren Trucks den Anschluss zu den Frauen an der Spitze und damit auch zum einzigen vorhandenen Navi und strandeten mit den zwei Kindern auf einem grossen Parkplatz vor einem Einkauszentrum...
Also führten die Frauen die Abgabe alleine durch, während die Männer den zwei Kindern zu erklären versuchten, dass ihre Mutter bald wiederkomme...
Und ca. 1.5 Stunden, viel Stau auf den Strassen und einem Telefonat zwischen einer Ladenmitarbeiterin und dem Taxifahrer (zwecks Wegbeschreibung) war das Mami dann auch wieder da und der Tross zog, nach weiteren Einkäufen weiter.
5. Suchen eines Campingplatzes
Und zu bereits vorgeschrittener Stunde musste jetzt noch ein Schlafplatz gefunden werden.
Also raus aus der Stadt und durch den Feierabendverkehr durch gefühlte 3.82 breite Baustellen gegen Westen (ganz schön stressig).
Um an Abend die verdiente erste Mütze Schlaf in den "eigenen vier Wänden" zu geniessen...

Mittwoch, 18. September 2013

Zurück nach Montreal

Der erste Teil unserer Reise ist leider bereits vorbei...
Wir schlossen diese Etappe mit der Rückreise nach Montreal ab, wo wir unsere Mietwagen gegen Camper ersetzen werden.

Hauptsächlich mussten also viele Kilometer abgespult werden. Dies hinderte uns jedoch nicht daran auch noch einige Stopps einzulegen und jede Menge tolle Eindrücke aufzufangen:

Da waren zum Beispiel die eindrücklichen Chutes Montmorency (Wasserfälle) vor Quebec.

Oder zum anderen das urchige Rodeo in St.-Tite mit all den Cowboys und Cowgirls.

Und natürlich das tolle Mietshaus (am Ende der Welt, aber mit grossartiger Aussicht und garantiert ohne nervige Nachbarn) welches Märcu für uns reserviert hatte.

Wo sind sie denn?

Die nächste Etappe stand im Zeichen der Wale.
Der erste Versuch die Meerersäuger zu finden führte uns in Baie-St.-Catherine auf ein grosses Boot. Mit diesem durchquerten wir drei Stunden den, hier schon sehr breiten, St. Laurent-Strom. Die Anstrengungen wurden jedoch nur sehr gering belohnt: Zwei Robben und einige weit entfernt schwimmende Beluga-Wale waren schon die ganze Ausbeute des Ausflugs...

Einige Kilometer an Land und zu Wasser (Fähre) weiter bezogen wir in Sacré-Coeur unser Nachtlager. Dieses mal legten wir uns aber nicht in einem normalen Hotelbett schlafen. Nein, unsere Schlafstätten waren für einmal Baumhäuser.

Doch alles schön der Reihe nach: Nach dem Checkin fuhren wir noch zu einer Tierbeobachtungsstelle im Wald und bewunderten einige wilde Schwarzbären dabei, wie sie das für sie bereitgelegte Abendessen vertilgten.
Sieben Bärinnen und Bären erfreuten sich an diesem Abend am Gratisbuffet.
Ein Kojote versuchte ebenfalls einige Happen zu ergattern. Sein Mut verliess in aber ziemlich schnell wieder beim Anblick der bis zu 140 Kilogramm schweren Konkurenz...

Da sich die Bären ihr Mahl nur sehr gemächlich zu Gemüte führten (es gibt schon einen Grund warum sie Bern als Wappentier dienen...) trafen wir erst nach Sonnenuntergang unsere Rückreise zum Hotel an.
Und entsprechend mussten wir unsere "Baumhaushotelzimmer" im grossen gefährlichen Wald bei völliger Dunkelheit suchen...
Als unerschrockener und gut erzogener Abenteurer führte ich selbstverständlich Mutti zuerst zu ihrem Zimmer.
Danach legte ich den fünf minütigen Weg durch die bärenversäuchte Dunkelheit zu dem Meinigen alleine zurück.

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Walsuche gut ausgeschlafen und kalt geduscht (merci Generator...) fort.
Dieses Mal versuchten wir unser Glück von Land aus und steuerten dazu eine bekannte Beobachtungsstelle an.
Die dort überall abgebildeten Riesenwale sahen wir aber wieder nicht...
Nur einige Belugas zeigten sich wieder, hielten jedoch dezent Abstand zu Ufer.

So bleibt uns nur zu hoffen, dass sich die Tiere im Wald schaulustiger zeigen werden...

Donnerstag, 12. September 2013

Quebec

Abends in Quebec angekommen verbanden wir die Nahrungsaufnahme gleich mit einer kurzen Bestandesaufnahme der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dazu besuchten wir zu fortgeschrittener Stunde noch kurz die quebecer Altstadt.

Diese besuchten wir dann auch am Vormittag des nächsten Tages und sahen uns als erstes die Citadelle an.
Diese Militärfestung, gebaut in einer strategisch cleveren Sternform, ist an sich schon ein Highlight. Die Aussicht aus der Festung auf den St. Laurent-Strom und die Altstadt setzt dem ganzen aber noch das Sahnehäubchen auf...

Weiter ging die Kompakt-Tour (uns blieben leider nur ca. 5 Std. für die Erkundung) mit der Funiculaire zum Hafen. Von hier aus gönnten wir uns eine kurze Fährenrundreise über den Strom und wieder zurück. Nebst dem Seemannsfeeling spornte uns vor allem die tolle Sicht über auf die ganze Stadt zu diesem Abstecher an.

Eine Kirche später verliessen wir Quebec dann auch schon wieder...
Und weil uns die dort vorgefundene Besinnlichkeit so behagte frischten wir dieses Gefühl unterwegs in einem weiteren Gotteshaus gleich nochmals auf...

Sonntag, 8. September 2013

Montreal

Meiner Meinung nach kann man nie genug reisen.
Und frei nach diesem Motto  gönne ich mir noch eine zweite Reise in diesem Jahr.
Dieses Mal gehts nach Kanada. Als Begleitung fungieren dabei meine Schwester und mein Schwager, mit Lara (4) und Fabian (2), sowie mein Mütterchen...

Nach über 8 Stunden gemütlichem Flug bin ich gut erholt und ausgeschlafen in Montréal angekommen.
Mir wurde jedoch zugetragen, dass der Flug nicht für alle ganz so angenehm gewesen sein soll und ab und zu durch ungeduldige Kinder und müffelnde Windeln aufgepeppt wurde...

Einmal kurz verfahren später konnten wir dann auch schon in unserem Hotel einchecken wo wir die zwei nächsten Nächte verbringen sollten.

Die Tage in Montreal verbrachten wir mit der Besichtigung von tollen Sehenswürdigkeiten (Altstadt, Biosphere, St.-Josephs-Oratorium, usw.), dem ersten herantasten an die ortsübliche Tierwelt sowie dem Geniessen weiterer Highlights (Überblick über die Stadt, Schifffahrt, sinnloses Schlemmen, usw.).